Abrasiver Verschleiß tritt auf, wenn zwei Körper mit wesentlich unterschiedlicher Härte im Kontakt sind, bzw. die Zwischenschicht harte Teilchen eines Schmierstoffs oder Rauheitsspitzen eines der Reibungspartner enthält, die in die Randschicht eindringen. Es kommt zu Ritzung und Mikrozerspanung.
Man bezeichnet diesen Verschleiß als abrasiven Verschleiß, Furchverschleiß.
Abrasiver Verschleiß ist eine Zerspanung im Mikrobereich.
Adhäsiver Verschleiß Liegen sich berührende Bauteile fest aufeinander so haften die Berührungsflächen infolge Adhäsion (auch: Anhangskraft) aneinander.
Werden die Bauteile ohne Zwischenstoff (Zum Beispiel bei mangelnder Schmierung) gegeneinander bewegt, werden Randschichtteilchen abgeschert.
Es entstehen so Löcher und schuppenartige Materialteilchen die oft an der Gleitfläche des härteren Partners haften bleiben. (auch bei Körpern mit gleicher oder ähnlicher Härte)
Diesen Verschleißmechanismus nennt man adhäsiven Verschleiß oder Haftverschleiß.
Drahterodieren Das Drahterodieren (auch Drahtschneiden, Drahterosion, funkenerosives Schneiden oder Schneiderodieren) ist ein formgebendes Fertigungsverfahren (Schneidverfahren) hoher Präzision für elektrisch leitende Materialien, welches nach dem Prinzip des Funkenerodierens arbeitet: eine Folge von elektrischen Spannungspulsen erzeugt Funken, die Material vom Werkstück (Anode) auf einen durchlaufenden dünnen Draht (Kathode), sowie in das trennende Medium, das Dielektrikum übertragen. Die Genauigkeit des Verfahrens beruht darauf, dass der Funke stets an der Stelle überspringt, wo der Abstand von Werkstück und Draht minimal ist.
ECM, PECM, PEM Verfahren Elektrochemisches Abtragen (engl.: Electro Chemical Machining, ECM) ist ein abtragendes Fertigungsverfahren insbesondere für sehr harte Werkstoffe, dem Trennen zugeordnet und geeignet für einfache Entgratarbeiten bis hin zur Herstellung kompliziertester räumlicher Formen. Eine Weiterentwicklung des klassischen ECM-Verfahrens ist das PECM (Pulsed Electrochemical Machining) und das PEM (Precise Electrochemical Machining). Mit dem weiterentwickelten PEM-Verfahren sind nun Präzisionen im Mikrometerbereich und somit Mikrobearbeitungen möglich.
Hartmetall (HM)

Ist eine hochwertige Sinterverbindung aus Wolframcarbid (WC) und Cobalt (Co).
Kennzeichnend für Hartmetall ist eine sehr hohe Härte, Verschleißfestigkeit und besonders die hohe Warmhärte.
Hartmetall gehört den Verbundwerkstoffen an.

Hartmetall besteht meistens aus 90–94 % Wolframcarbid und 6–10 % Cobalt
Die Wolframcarbidkörner sind durchschnittlich etwa 0,5–1 Mikrometer groß.
Das Cobalt füllt die Zwischenräume.

HSC Technologie Hochgeschwindigkeitszerspanung (HGZ) (englisch High Speed Cutting (HSC))
Die Anwendungsgebiete der HSC-Technologie liegen vor allem dort, wo hohe Anforderungen an Zerspanleistung und Oberflächenqualität gestellt werden, also insbesondere im Werkzeug- und Formenbau.
Das Besondere von HSC sind ein um bis zu 30 % höheres Zeitspanvolumen, 5 bis 10 mal höhere Vorschubgeschwindigkeiten und bis um das 30-fache geringere Schnittkräfte. Dies ermöglicht die Bearbeitung dünnwandiger Werkstücke. Die Oberflächenqualität steigt, was eine Einsparung ansonsten nachfolgender Schleifoperationen bewirken kann. Ein Verzug durch Erwärmung beim Zerspanungsprozess wird auch verhindert, weil die Schnittgeschwindigkeit größer ist als dieWärmeleitgeschwindigkeit und dadurch die Wärme im Span bleibt. Es können gehärtete Materialien bis zu einer Härte von 69HRC bearbeitet werden, wodurch in den meisten Fällen das Härten nach der Fräsbearbeitung und damit auch die Gefahr des Härteverzugs entfällt.
PM Stahl

Pulvermetallurgisch hergestellter Werkzeugstahl ist die Lösung für
steigende Werkzeuganforderungen. Dabei beeinflusst die Feinkörnigkeit
des verwendeten Pulvers die Stahlqualität entscheidend.

PM-Stähle für höchste Anforderungen und besonderen Eigenschaften:

 

• Extrem hoher Verschleißwiderstand
• Sehr gute Druckfestigkeit
• Hohe Korrosionsbeständigkeit
• Beste Schleifbarkeit
• Außergewöhnlich hohe Zähigkeit bei hoher Härte
• Sehr homogenes Gefüge
• Sehr gute Bruchfestigkeit

Senkerodieren Das Funkenerodieren (kurz EDM von engl. electrical discharge machining; auch funkenerosives Bearbeiten oder elektroerosives Bearbeiten), ist ein thermisches, abtragendes Fertigungsverfahren für leitfähige Materialien, das auf elektrischen Entladevorgängen (Funken) zwischen einer Elektrode (Werkzeug) und einem leitenden Werkstück beruht.
Technische Keramik Als Technische Keramik werden Keramikwerkstoffe bezeichnet, die in ihren Eigenschaften auf technische Anwendungen hin optimiert wurden. Sie unterscheidet sich von den dekorativ eingesetzten Keramiken oder Geschirr (Gebrauchskeramik), Fliesen oder Sanitärobjekten u.a. durch die Reinheit und die enger tolerierte Korngröße (Kornband) ihrer Ausgangsstoffe sowie oft durch spezielle Brennverfahren (z. B. heißisostatisches Pressen, Brennen unter reduzierender Atmosphäre).
Der besondere Charakter von Keramik-Materialien führt zu vielen Anwendungen in der Werkzeugtechnik, Elektrotechnik, Chemieingenieurwesen und Maschinenbau. Da Keramik hitzebeständig ist, kann es für viele Aufgaben, für die Materialien wie Metall und Polymeren ungeeignet sind, verwendet werden. Keramische Materialien werden in einer Vielzahl von Branchen genutzt, darunter Bergbau, Luft-und Raumfahrt, Medizin-, Raffinerie-, Lebensmittel- und Chemieindustrie, Verpackungs-, Wissenschaft-, Metall- und Elektronikindustrie.
Weitere Bezeichnungen für technische Keramik sind Ingenieurkeramik, Hochleistungskeramik, Industriekeramik oder industrielle Keramik.